
Der 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje wurde 1983 in Tibet geboren und so wie es Tradition ist, 1994 durch Künzig Shamar Rinpoche, dem zweithöchsten Lehrer der Karma Kagyü Linie als authentische Wiedergeburt anerkannt.
1994 wurde er aus dem chinesisch besetzten Tibet nach Indien gebracht. Im Dezember 2003 vollendete er seine formale Ausbildung und erhielt den Titel: „Großer tantrischer Meister“ (skt. Vajracharya). Der 17. Karmapa lebt zur Zeit in Kalimpong, wo er sein spirituelles Training und seine westliche Ausbildung fortsetzt.
2000 brachte ihn seine erste internationale Reise zum Lehren nach Asien und Europa, wo er von tausenden seiner Schüler empfangen wurde. Seitdem besucht er weiterhin Karma Kagyü Zentren rund um die Welt um Belehrungen, und Einweihungen zu geben und seine Schüler zu inspirieren.
Wir sind überaus froh über seinen Besuch des Europazentrums, da so unserer Verbindung zu ihm noch weiter gestärkt wird.
Sherap Gyaltsen Rinpoche, ein angesehener Lehrer der Kagyu Linie, gilt als „Maniwa“ – ein Titel, der selten anzutreffen ist: Er bedeutet, dass man in der Lage war, andere zu mehr als 1.000.000.000 Wiederholungen des Mani Mantras zu bewegen (Mani Dhungyur).
Rinpoche wurde durch den 16. Karmapa in Rumtek ordiniert. Er war ein aussergewöhmlich begabter Schüler und meisterte alle Aspekte der traditionellen buddhistischen Studien, von den Sutras und Tantras über Rituale und Musik bis zu Wissenschaften, Kunst und Dichtung. Seit seiner Geburt in Nepal in 1950 hat Sherap Gyaltsen Rinpoche viele verschiedene Projekte verwirklicht, wie z.B. den Wiederaufbau des alten Manang Klosters, Karma Dubgyü Chöling in Pokhara. Er hat dort die Verantwortung übernommen, viele Gebetstexte herausgebracht und viele Stupas in Nepal und im Ausland gebaut.
Zur Zeit kümmert sich Rinpoche auch um arme Kinder/Mönche aus einer entlegenen Gegend des Himalayas in Nepal. Der Bau eines neuen Klosters, zur Verbesserung der Lebensumstände ist in Planung.
Der dänische Lama Ole Nydahl und seine Frau Hannah begegneten 1969 auf ihrer Hochzeitsreise im Himalaya zum ersten mal S.H. dem 16. Gyalwa Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler.
"BWir hatten vorher Philosophie studiert und wir waren sehr skeptisch, eben typische skandinavische Hochschulabsolventen. In Kathmandu haben wir den tibetischen Lama Karmapa getroffen und waren überwältigt von seiner Strahlkraft. Seine Kraft und Liebe – war wie ein Fass voller Freude."
(Lama Ole Nydahl)
Nach Jahren des Studiums und Meditation mit dem 16. Karmapa, gab er ihnen die Aufgabe der westlichen Welt die Diamantweg Belehrungen zugänglich zu machen. In seinem Namen hat Lama Ole Nydahl hat seit 1972 mehr als 570 Diamantweg Zentren rund um die Welt gegründet. Er zeigt uns das spontane Frische und in seinem eigenen Geist zu ruhen zusammengehören. Er ist Autor verschiedener Büchern über Buddhismus.
Die Karma Kagyü Linie ist eine der 4 großen Schulen des tibetischen Buddhismus. Diese Linie hat Ihren Schwerpunkt auf Sichtweise, Meditation und eine direkte Übertragung der Erfahrung des eigenen Geistes, vom Lehrer zum Schüler.
Ihre Ursprünge gehen zurück auf den historischen Buddha, dessen Belehrungen 1500 Jahre lang an verschiedene Meditationsmeister in Indien weitergegeben wurden. Ca 1000 n.u.Z. kam diese Übertragung nach Tibet und bildete die Karma Kagyü Linie, die bis heute durch die nicht endende Abfolge der Gyalwa Karmapas kraftvoll und lebendig gehalten wurde.
Der erste Gyalwa Karmapa – dessen Name "Meister der Aktivität" bedeutet – war der erste bewusst wiedergeborene Lama Tibets. Er wurde von Buddha Shakyamuni als ein Meister mit außergewöhnlichen Fähigkeiten vorhergesagt. In den 60er Jahren ermöglichte seine 16. Wiedergeburt, Rangjung Rigpe Dorje, dass das Wissen der Karma Kagyu Linie über die Natur des Geistes im Westen bekannt wurde. Er starb 1981 in der Nähe von Chicago.